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Domain-Transfer: So gelingt der Umzug

Wir erklären Schritt für Schritt den Domain-Umzug: vom Transfercode über das Aufheben der Sperre und das Sichern der DNS-Records bis zur Vermeidung von E-Mail-Ausfällen.

Aurora YazılımRedaktionsteam 6 Min. Lesezeit
Domain-Transfer: So gelingt der Umzug
Wie führt man einen Domain-Transfer durch?

Für einen Domain-Transfer heben Sie beim bisherigen Registrar zuerst die Transfersperre der Domain auf und fordern den EPP-Code (Transfercode) an. Anschließend starten Sie beim neuen Anbieter den Transfer, geben den Code ein und bestätigen die Bestätigungs-E-Mail. Wer vorab alle DNS-Records sichert, stellt sicher, dass Website und E-Mail ohne Unterbrechung weiterlaufen.

Was ist ein Domain-Transfer?

Beim Domain-Transfer wechseln Sie den Anbieter, bei dem Ihre Domain registriert ist. Die Domain gehört weiterhin Ihnen, die Adresse bleibt gleich; es ändert sich nur der Registrar, bei dem Sie die Verlängerungsgebühr zahlen und dessen Verwaltungspanel Sie nutzen.

Ein Transfer ist etwas anderes als ein Hosting-Umzug, das sollten Sie von Anfang an trennen. Die Domain ist ein Adresseintrag; Ihre Website und Ihre E-Mails liegen dagegen auf einem Server. Sie können die Domain umziehen und den Server belassen, oder umgekehrt. Wollen Sie beides zugleich tun, gehen Sie am sichersten nacheinander vor; die Serverseite beschreiben wir separat in unserem Leitfaden zum Hosting-Umzug.

Meist wechselt man wegen günstigerer Verlängerungskonditionen, besseren Supports, um alle Dienste in einem Panel zu bündeln oder weil sich die Agentur ändert. Aus welchem Grund auch immer, der Ablauf folgt derselben Logik.

Checkliste vor dem Transfer

Die meisten Transferprobleme entstehen durch mangelnde Vorbereitung. Prüfen Sie vor dem Start die folgenden Punkte nacheinander:

  • Auf wen die Domain registriert ist: Sind Sie der Domaininhaber, oder ist es Ihre frühere Agentur oder ein Mitarbeiter? Den Transfer kann nur der Domaininhaber bestätigen.
  • Admin-E-Mail: Sie benötigen Zugriff auf die hinterlegte Kontakt-E-Mail-Adresse; Bestätigung und Code gehen an diese Adresse.
  • Registrierungs- und letztes Transferdatum: Bei generischen Endungen ist ein Transfer innerhalb von 60 Tagen nach Neuregistrierung oder letztem Transfer in der Regel nicht erlaubt.
  • Ablaufdatum: Bei Domains, die bald ablaufen oder abgelaufen sind, kann der Transfer schwierig werden; beginnen Sie einige Wochen vorher.
  • DNS-Records: Erstellen Sie eine Aufstellung aller A-, CNAME-, MX- und TXT-Records.
  • Offene Forderungen: Gibt es beim bisherigen Anbieter unbezahlte Rechnungen, kann der Transfer blockiert werden.

DNS-Records sichern

Nutzt Ihre Domain derzeit die Nameserver des Registrars, liegen auch Ihre DNS-Records dort. Nach Abschluss des Transfers gehen diese Records nicht zwangsläufig automatisch an den neuen Anbieter über. Die Website ist dann nicht erreichbar, schlimmer noch: E-Mails kommen nicht an.

Machen Sie deshalb im Panel einen Screenshot oder Export aller Records. Zusätzlich zeigt eine Prüfung per Kommandozeile, dass Sie keinen Record vergessen haben. Wofür die einzelnen DNS-Record-Typen da sind, steht in unserem Beitrag Was ist DNS.

bashmacOS / Linux: bestehende Records prüfen
dig NS alanadiniz.com +short
dig A alanadiniz.com +short
dig MX alanadiniz.com +short
dig TXT alanadiniz.com +short
powershellWindows: dieselbe Prüfung
nslookup -type=NS alanadiniz.com
nslookup -type=MX alanadiniz.com
nslookup -type=TXT alanadiniz.com
Resolve-DnsName alanadiniz.com -Type A

Besondere Sorgfalt bei den E-Mail-Records

Die MX-Records bestimmen, an welchen Server E-Mails gehen. TXT-Records wie SPF, DKIM und DMARC sorgen dafür, dass Ihre gesendeten E-Mails nicht im Spam-Ordner landen. Fehlt einer dieser Records, kommt es zu E-Mail-Ausfällen oder Zustellproblemen; nach dem Transfer ist das die erste Stelle zum Prüfen.

Transfersperre aufheben

Domains sind standardmäßig durch eine Transfersperre vor unbefugtem Umzug geschützt. Im Panel Ihres bisherigen Registrars heißt diese Einstellung meist Domainsperre, Transfersperre oder Registrar Lock.

Starten Sie einen Transfer, ohne die Sperre aufzuheben, wird der Vorgang abgelehnt. Bei manchen Anbietern ist für die Aufhebung eine zusätzliche Verifizierung oder eine Support-Anfrage nötig. Heben Sie die Sperre kurz vor dem Transfertag auf; nach Abschluss aktivieren Sie die Sperre beim neuen Anbieter wieder.

EPP-Code anfordern

Der EPP-Code ist auch als Domain-Transfercode oder Auth-Code bekannt. Es ist eine domainspezifische Zeichenfolge, die wie ein Passwort funktioniert und sicherstellt, dass nur der Inhaber den Transfer starten kann.

Bei den meisten Anbietern können Sie den Code selbst im Domain-Verwaltungspanel ansehen oder an die hinterlegte E-Mail-Adresse schicken lassen. Gibt es im Panel keine solche Option, fordern Sie ihn beim Support an. Geben Sie den EPP-Code an niemanden weiter; tragen Sie ihn ausschließlich im Formular des neuen Anbieters ein, bei dem Sie den Transfer starten.

Domains mit der Endung .tr

Registrierungen von .com.tr, .net.tr und anderen .tr-Domains laufen über das System TRABIS, die zentrale Registrierungsstelle für .tr-Domains. Bei diesen Endungen können Transferschritte und erforderliche Unterlagen von den generischen Endungen abweichen. Informieren Sie sich über den aktuellen Ablauf bei Ihrem neuen Registrar oder in den offiziellen Mitteilungen von TRABIS.

Domain-Transfer Schritt für Schritt

Ist die Vorbereitung abgeschlossen, dauert der Transfer selbst nur wenige Minuten. Für generische Endungen sieht der typische Ablauf so aus:

  1. Sichern Sie Ihre bestehenden DNS-Records.
  2. Heben Sie beim alten Anbieter die Transfersperre auf und fordern Sie den EPP-Code an.
  3. Geben Sie beim neuen Anbieter im Transferformular Ihre Domain und den EPP-Code ein.
  4. Zahlen Sie die Transfergebühr; bei generischen Endungen verlängert diese Zahlung die Laufzeit der Domain meist um ein Jahr.
  5. Bestätigen Sie die Bestätigungs-E-Mail, die an Ihre hinterlegte Adresse geht.
  6. Prüfen Sie eine mögliche Freigabe- oder Abbruch-E-Mail des alten Anbieters; bei manchen Anbietern beschleunigt die Bestätigung den Vorgang.
  7. Kontrollieren Sie nach Abschluss des Transfers die DNS-Records und Nameserver und aktivieren Sie die Sperre wieder.

Wie lange dauert ein Transfer?

Bei generischen Endungen kann ein Transfer je nach Bestätigungen wenige Stunden bis einige Tage dauern. Gibt der alte Anbieter keine Freigabe und lehnt auch nicht ab, schließt sich der Vorgang nach einer regelbedingten Wartezeit von selbst ab.

In dieser Zeit laufen Ihre Website und Ihre E-Mail weiter, solange die DNS-Records korrekt bleiben. Ausfälle entstehen meist nicht durch den Transfer selbst, sondern durch leere oder falsch eingetragene DNS-Records danach. Haben Sie die Nameserver gewechselt, braucht auch die Verbreitung der neuen Einstellungen etwas Zeit.

Wenn Sie auch die Nameserver ändern, senken Sie am besten einen Tag vorher die TTL der bestehenden Records. Die TTL bestimmt, wie lange ein Record im Internet auf Servern zwischengespeichert wird; eine niedrige TTL sorgt für schnellere Verbreitung neuer Einstellungen. Ist der Wechsel abgeschlossen und alles geprüft, können Sie die TTL wieder erhöhen.

Häufige Fehler und Lösungen

Bei den Suchmaschinen ändert sich durch den Transfer nichts; da die Adresse gleich bleibt, sind Rankings nicht betroffen. Ist die Website jedoch mehrere Tage nicht erreichbar, kann das die Sichtbarkeit beeinträchtigen. Es lohnt sich daher, nach dem Transfer einige Tage lang die Erreichbarkeit der Website und Crawling-Fehler in den SEO- und Analyse-Tools zu beobachten.

ProblemMögliche UrsacheLösung
Transfer abgelehntSperre nicht aufgehoben oder EPP-Code falschSperre aufheben, Code neu anfordern
Bestätigungs-E-Mail kommt nicht anHinterlegte E-Mail ist veraltet oder nicht erreichbarZuerst die Kontakt-E-Mail beim alten Anbieter aktualisieren
Transfer nicht erlaubtRegistrierung oder Transfer in den letzten 60 TagenAblauf der Frist abwarten
Website lädt nichtDNS-Records wurden nicht übernommenA- und CNAME-Records aus dem Backup eintragen
E-Mails kommen nicht anMX-Record fehlt oder ist falschMX- und SPF-Records aus dem Backup wiederherstellen

Domain- und Website-Verwaltung

Die Domain ist die digitale Eigentumsurkunde Ihres Unternehmens. Worauf Sie bei der Wahl einer neuen Domain achten sollten, haben wir im Beitrag Domain kaufen beschrieben. Ihre bestehende Domain sollte unbedingt auf den Namen des Unternehmens und mit einer E-Mail-Adresse registriert sein, auf die das Unternehmen Zugriff hat.

Bei Webdesign-Projekten mit Aurora werden Domain, Server und Website-Einstellungen gemeinsam geplant; bei Projekten für eine Unternehmenswebsite oder ein Shopsystem gehören DNS- und E-Mail-Records zur Inbetriebnahme. Server- und Cache-Einstellungen überwachen wir regelmäßig im Rahmen der Speed- und Performance-Optimierung.

Häufig gestellte Fragen

01Geht die Website beim Domain-Transfer offline?

Bei richtiger Vorbereitung nicht. Der Transfer wechselt den Registrar, aber solange die DNS-Records erhalten bleiben, laufen Website und E-Mail weiter auf demselben Server. Ausfälle entstehen meist, weil die DNS-Records nicht zum neuen Anbieter übertragen wurden.

02Kostet ein Transfer etwas?

Bei generischen Endungen ist ein Transfer meist kostenpflichtig, die Zahlung verlängert aber in der Regel die Laufzeit der Domain um ein Jahr. Die Gebühr hängt von der Endung und vom Registrar ab; bei .tr-Endungen können andere Bedingungen gelten.

03Was tun, wenn der alte Anbieter den EPP-Code nicht herausgibt?

Als Domaininhaber haben Sie das Recht, den Transfercode anzufordern. Stellen Sie zunächst schriftlich eine Support-Anfrage; bleibt eine Antwort aus, können Sie sich an die Beschwerdestellen der zuständigen Domain-Registrierungsstelle wenden. Deshalb ist es so wichtig, dass die Inhaberschaft bei Ihnen liegt.

Ein Domain-Transfer ist ein einfacher Vorgang, der ohne Ausfall gelingt, wenn die DNS-Records gesichert sind und die Schritte der Reihe nach befolgt werden. Möchten Sie Domain, Server und Website aus einer Hand und sauber konzipiert verwalten, werfen Sie einen Blick auf die Webdesign-Leistungen von Aurora oder kontaktieren Sie uns über die Kontaktseite.