Webdesign

Wovon hängen die Webdesign-Preise ab?

Erklärt Preisfaktoren wie Seitenzahl, individuelles Design, Inhalte, Integrationen und Wartung und liefert eine Checkliste, mit der Sie Angebote richtig vergleichen.

Aurora YazılımRedaktionsteam 6 Min. Lesezeit
Wovon hängen die Webdesign-Preise ab?
Wovon hängen Webdesign-Preise ab?

Webdesign-Preise hängen ab von der Seitenzahl, davon, ob das Design individuell ist, von der Erstellung von Texten und Fotos, von Sprachvarianten, von Integrationen wie Formularen und Zahlung, von Tempo- und SEO-Arbeiten sowie vom Umfang der Wartung und des Supports nach dem Livegang. Zwei Angebote mit gleicher Überschrift können je nach Enthaltensein dieser Posten sehr unterschiedlich ausfallen.

Warum gibt es keinen Einheitspreis?

»Was kostet eine Website?« ist eine Frage wie »Was kostet ein Haus?«. Ohne Quadratmeter, Lage, Material und Grundriss lässt sich keine aussagekräftige Antwort geben. Auch bei Websites ist jede Zahl nur eine Schätzung, solange Seitenzahl, Funktionen und Designniveau unbekannt sind.

Auch der Inhalt von Leistungen, die am Markt unter demselben Namen verkauft werden, unterscheidet sich stark. Ein Angebot umfasst vielleicht nur das Befüllen einer Vorlage, ein anderes Strategie, eigenständiges Design, Texte, Fotos, Tempo-Optimierung und ein Jahr Support. Wenn über die Kosten einer Website gesprochen wird, muss daher zuerst der Umfang geklärt werden.

Im Folgenden gehen wir die preisbestimmenden Posten einzeln durch. Das Ziel ist nicht, Ihnen eine Zahl zu nennen, sondern Sie in die Lage zu versetzen, Angebote Äpfel mit Äpfeln zu vergleichen.

Seitenzahl und Struktur der Website

Der sichtbarste Faktor ist die Seitenzahl, doch allein kann sie in die Irre führen. Zwischen einer fünfseitigen Präsentationsseite und einer Website mit dreißig Seiten und je einer eigenen Landingpage pro Leistung liegt ein großer Unterschied bei Design-, Inhalts- und Testaufwand.

Entscheidend ist hier die Zahl der unterschiedlichen Seitenvorlagen. Startseite, Leistungsdetail, Blogbeitrag, Referenzliste und Kontaktseite werden jeweils einzeln gestaltet. Zwanzig Leistungsseiten mit derselben Vorlage machen deutlich weniger Arbeit als zwanzig verschiedene Designs.

Mehrsprachige Websites sind ein eigener Posten. Für jede Sprache braucht es Übersetzung, URL-Struktur, hreflang-Einstellungen und Menüaufbau. Eine zweite Sprache verdoppelt die Seitenzahl praktisch.

Denken Sie bei der Festlegung der Seitenzahl nicht an heute, sondern an die nächsten zwei Jahre. Planen Sie neue Leistungen, Standorte oder Produktgruppen, ist es viel wirtschaftlicher, die Struktur gleich darauf vorzubereiten, als später große Änderungen vorzunehmen.

Individuelles Design oder Vorlage?

Websites auf Basis einer fertigen Vorlage wirken anfangs günstiger. Doch Anpassungen an die Marke, die Trägheit durch ungenutzte Funktionen und Sicherheitsupdates verursachen mit der Zeit zusätzliche Kosten.

Individuelles Design geht dagegen von Markenidentität, Zielgruppe und Geschäftsziel aus. Weil die Komponenten nach Bedarf geschrieben werden, bleibt die Website schlanker und sieht nicht aus wie die eines anderen Unternehmens. Die langfristige Wirkung dieses Ansatzes haben wir in unserem Beitrag Fertigtheme oder individuelles Design ausführlich verglichen.

PostenVorlagenbasierte WebsiteIndividuelles Design
Anfänglicher AufwandNiedrigHöher
MarkenabgrenzungEingeschränktVollständig
LadezeitKann durch ungenutzten Code sinkenNur der benötigte Code wird geladen
Langfristige PflegeAbhängig von Theme- und Komponenten-UpdatesVolle Kontrolle liegt bei Ihnen

Inhalte, Fotos und Texterstellung

Der in Angeboten am häufigsten übersehene Posten sind die Inhalte. Bereitet das Unternehmen die Texte vor oder schreibt sie die Agentur? Sind Fotos vorhanden oder wird ein Shooting nötig? Die Antworten beeinflussen das Budget unmittelbar.

Professionelle Texterstellung bedeutet Seiten, die Besucher überzeugen und zugleich in Suchmaschinen sichtbar sind. Ebenso wirken echte Produkt- und Raumfotos viel vertrauenswürdiger als Stockbilder. Bei Bedarf spart es Zeit, die Produktfotografie gemeinsam mit dem Designprozess zu planen.

Auch wenn das Unternehmen die Inhalte selbst vorbereitet, gehört der Liefertermin für die Inhalte in den Projektplan. Verspätete Texte verlängern das Projekt und treiben indirekt die Kosten.

Integrationen und Sonderfunktionen

Ein einfaches Kontaktformular und ein mehrstufiger Angebotsassistent verlangen nicht denselben Aufwand. Jede zusätzliche Aufgabe der Website vergrößert die Entwicklungszeit und den Testumfang. Diese Funktionen treiben den Preis vor allem nach oben:

  • Termin- oder Buchungssystem
  • Login-Bereich, Händlerportal oder Kundenbereich
  • Online-Zahlung und Anbindung eines virtuellen POS
  • Datenaustausch mit CRM-, Buchhaltungs- oder E-Mail-Marketing-Tools
  • Mehrkriterien-Suche und Filter (etwa für Immobilien, Fahrzeuge, Produktkataloge)
  • Individuelle Rechner und Angebotsassistenten

Tempo, SEO und technische Qualität

Zwei Websites, die gleich aussehen, können unter der Haube sehr verschieden sein. Bilder in modernen Formaten zu komprimieren, den Code zu verschlanken, Cache-Einstellungen und Messungen der Core Web Vitals erfordern eigenes Fachwissen. Diese Arbeiten gehören zur Speed- und Performance-Optimierung.

Auch technisches SEO ist ein Posten: URL-Struktur, Überschriftenhierarchie, Meta-Tags, Sitemap, strukturierte Daten und Weiterleitungen. Wird SEO-optimiertes Webdesign von Anfang an umgesetzt, brauchen Sie nach dem Livegang kein gesondertes Budget für Korrekturen.

Stehen diese Posten nicht gesondert im Angebot, fragen Sie unbedingt nach, ob sie enthalten sind. Unsichtbare Qualität wirkt sich über Jahre auf Auffindbarkeit und Conversion der Website aus.

Wie beeinflussen Dauer und Projektmanagement den Preis?

Nur ein Teil der Zeit in einem Webprojekt entfällt auf die Programmierung. Auch Kick-off-Gespräche, die Erstellung der Sitemap, Entwürfe, Feedbackrunden, Tests und die Livegang-Vorbereitung kosten Arbeit. Steht im Angebot nicht, wie viele Korrekturschleifen enthalten sind, können unerwartete Zusatzarbeiten entstehen.

Bei Projekten mit Eiltermin verschiebt das Team andere Aufträge, was sich meist im Budget niederschlägt. Umgekehrt werden Projekte mit schnellen Entscheidungen, rechtzeitig gelieferten Inhalten und einer einzigen freigabeberechtigten Person mit weniger Schleifen abgeschlossen.

Achten Sie deshalb bei der Angebotsphase nicht nur auf die Gesamtsumme, sondern auch auf den Arbeitsplan: Was wird in welcher Woche geliefert, wie läuft die Freigabe ab, welche Korrekturen im ersten Monat nach dem Livegang sind abgedeckt? Ein klarer Zeitplan bewahrt beide Seiten vor Überraschungen.

  • Kick-off und Sitemap
  • Designentwürfe und Korrekturschleifen
  • Entwicklung, Inhaltseinpflege und Tests
  • Livegang, Weiterleitungen und Einrichtung der Messwerkzeuge

Hosting, Wartung und Support

Mit dem Livegang enden die Kosten nicht. Domainverlängerung, Hosting, SSL-Zertifikat, Backups, Sicherheitsüberwachung und kleine Inhaltsupdates bilden die jährlichen Ausgaben.

Im Angebot sollte klar stehen, welche dieser Posten für welchen Zeitraum enthalten sind. Eine Website ohne Wartung wird mit der Zeit langsam, sammelt Sicherheitslücken an und veraltet. Überlegen Sie, eine alte Website zu überarbeiten, erklärt Ihnen unser Ratgeber zum Website-Relaunch, ab wann ein Neubau sinnvoller ist.

Checkliste zum Angebotsvergleich

Wenn Sie Ihre Angebote nebeneinanderlegen, stellen Sie die folgenden Fragen. Jeder Punkt mit unklarer Antwort kann später als Zusatzrechnung auf Sie zukommen.

  1. Ist das Design individuell oder die Anpassung einer Vorlage?
  2. Wie viele verschiedene Seitenvorlagen und wie viele Seiten insgesamt sind enthalten?
  3. Sind Texterstellung und Fotoproduktion im Umfang enthalten?
  4. Sind mobile Darstellung, Tempo-Optimierung und technisches SEO enthalten?
  5. Gibt es einen Verwaltungsbereich, und gibt es eine Einweisung?
  6. Auf wen laufen Domain, Hosting und SSL, und für welchen Zeitraum?
  7. Wie lang und mit welchem Umfang gilt der Support nach dem Livegang?
  8. Wem gehören Quellcode und Inhalte?

Häufig gestellte Fragen

01Warum kann das günstigste Angebot riskant sein?

Ein niedriger Preis kommt oft durch einen verkleinerten Umfang zustande: keine Inhalte, kein SEO, kein Support. Die anfängliche Ersparnis kann aufgezehrt sein, wenn die fehlenden Leistungen nachträglich beauftragt werden.

02Wie halte ich mein Budget niedrig?

Legen Sie zuerst fest, welche Seiten und Funktionen wirklich nötig sind, und verschieben Sie den Rest auf eine zweite Phase. Auch Texte und Fotos rechtzeitig bereitzustellen verkürzt die Projektzeit und hält die Kosten im Rahmen.

03Haben Unternehmenswebsite und Onlineshop dasselbe Budget?

Nein. Ein Onlineshop erfordert Produktverwaltung, Warenkorb, Zahlung, Versand und Rechnungsprozesse und braucht deshalb eine eigene technische Basis und einen eigenen Umfang. Beide Projekte mit denselben Posten zu vergleichen, wäre irreführend.

04Welche jährlichen Kosten fallen an?

Meist werden Domain, Hosting, SSL sowie Wartung und Support jährlich verlängert. Lassen Sie sich im Angebot schriftlich geben, ob diese Posten im ersten Jahr enthalten sind und wie sie in den Folgejahren berechnet werden.

Webdesign-Preise versteht man zuerst über den Umfang, dann über die Zahl; wer die richtigen Fragen stellt, schützt sein Budget und erhält eine Website, die jahrelang arbeitet. Um gemeinsam zu klären, welche Art von Website Sie brauchen, werfen Sie einen Blick auf unser Webdesign; für ein individuelles Angebot zur Unternehmenswebsite erreichen Sie uns über unsere Kontaktseite. Wer die Grundlagen von Unternehmenswebsites kennenlernen möchte, findet im Beitrag Was ist eine Unternehmenswebsite? einen guten Einstieg.